MissionarIn auf Zeit

    Missionar auf Zeit (MaZ)

    Wir Missionsschwestern vom Kostbaren Blut bieten jungen Menschen Aussendungsgottesdienst MaZ 2010die Möglichkeit, für 1 Jahr als Missionar/ Missionarin auf Zeit einen Freiwilligendienst in einer religiösen Gemeinschaft in Afrika, Asien oder Lateinamerika zu leisten. Die drei Säulen für dieses MaZ-Jahr sind: mitleben – mitbeten- mitarbeiten. Das MaZ-Programm bieten wir in Kooperation mit dem Orden der deutschen Spiritaner, den französischen Spiritanerinnen und den Mariannhiller Missionaren an. Unser MaZ-Haus ist in Stuttgart; Vorbereitungskurse finden in Stuttgart, Maria Veen und in Neuenbeken statt.


    MaZ
    ist ein Weg, Menschen anderer Kulturen zu begegnen, ihre Lebensbedingungen und Hoffnungen zu teilen. MaZ ist ein Brückenschlag zwischen Kontinenten, zwischen Menschen verschiedener Kulturen, zwischen Arm und Reich.

    MaZ will anregen zum konkreten Handeln für mehr Gerechtigkeit in der Welt, inspiriert vom Reich Gottes und der Frohen Botschaft Jesu.

    MaZ ist ein Dienst der Kirchen in Übersee an uns:
    sie nehmen junge Menschen auf, mit ihnen Leben und Glauben zu teilen und im gemeinsamen Engagement miteinander zu lernen.

    MaZ lässt erfahren, dass wir weltweit voneinander lernen können.

    MaZ geht zurück in Deutschland weiter: die MissionarInnen auf Zeit können zum Sprachrohr für die Menschen Afrikas / Südamerikas werden. Sie engagieren sich in der deutschen Kirche und Gesellschaft und bringen ihre Erfahrungen aus Übersee hier in der Heimat ein.

    mehr zum MaZ- Programm: www.maz-spiritaner.de


    Berichte über Mitlebezeiten im Missionshaus Neuenbeken

    MaZlerinnen schreiben:
    „Der ein oder die andere hat in den letzten Wochen vielleicht schon bemerkt, dass zwischen den Schwestern zwei unbekannte Gesichter aufgetaucht sind.


    Die zwei Unbekannten, das sind wir: Andrea Seitz aus Stoffenried und Sarah Hellmann aus Buchholz. Wir sind zwei MaZlerinnen und werden ab August für ein Jahr bei den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in Ixopo, Südafrika mitleben, mitbeten und mitarbeiten. Im Rahmen der Vorbereitung haben wir für drei Wochen im Missionshaus in Neuenbeken mitgelebt und so das Ordensleben näher kennengelernt. Trotz schnellem Mittagessen, der Arbeit im Garten, in der Waschküche, auf dem Speicher, bei Festen usw. war die Zeit hier wunderschön und ist leider viel zu schnell zu Ende gegangen. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei all den lieben Schwestern bedanken, die uns durch diese Wochen begleitet haben, ganz besonders natürlich bei Sr. Angelika. DANKE!“


    Viel mehr als „ora et labora“
    Anna Lena Passior , Theresa Bauer, Sophie Fahney berichten von ihrer Mitlebezeit als MaZlerinnen bei uns im Missionshaus:
    "Diese Mitlebezeit wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben, denn schon die Anreise führte zur leichten Verzweiflung bei Schwester Angelika. Während Theresa aus Passau nach sechs Stunden Fahrt pünktlich in Altenbeken abgeholt werden konnte, war Anna-Lena stolz auf ihr leichtes Gepäck (die Hälfte liegt zu Hause) und kam erst einen Tag später als geplant an und Sophie - der Dritten im Bunde- wurden kurzfristig noch die Weisheitszähne geraubt! Trotz anfänglichen Koordinationsproblemen hatten wir eine bereichernde und wunderschöne Zeit und freuen uns jetzt noch mehr auf das Mitbeten, Mitarbeiten und Mitleben an den jeweiligen Einsatzstellen als „Missionare/innen auf Zeit“ in Afrika. Das Mitbeten in Neuenbeken gestaltete sich zunächst sehr kompliziert und höchst anspruchsvoll, doch nachdem wir den Aufbau vom Stundenbuch verstanden hatten, sangen wir lauthals die Psalmen dreimal täglich zu den Gebetszeiten mit. Das Mitarbeiten war sehr vielfältig: im Garten bei Sr. Stanisla wurde Porree und Salat gepflanzt, Beeren und Fallobst gesammelt, die Pflanzen von Unkraut befreit, gegossen, Salat gerupft und Kartoffeln geschält – auch in der Wäscherei und bei Sr. Angelika war viel Arbeit für uns vorhanden. Das Mitleben trat vor allem bei den gemeinsamen Mahlzeiten in den Vordergrund, wobei wir die Herzlichkeit und Offenheit der Gemeinschaft spürten. Die Erzählungen der Schwestern über ihre Missionseinsätze bereicherten unsere Mitlebezeit, genauso wie die Vorträge über die Geschichte des Ordens. Die Kiswahili-Lernstunden waren ein High-light, für die extra die ehemalige MaZlerin Petra Keller aus Köln angereist ist. Mitleben war auch bei Sophies Aussendungsfeier in Warstein und auf dem Libori-Fest, auf dem wir mit den Schwestern Sandra und Maria do Ceu Autoscooter gefahren sind, angesagt. Für diese wundervolle Zeit sagen wir allen ein Herzliches Dankeschön!"

    Mitlebezeit und MaZ-Aussendung im Missionshaus Neuenbeken

    Wieder einmal ist Sommer und wieder einmal waren MaZ-lerinnen für einige Wochen zum Mit-leben, Mit-beten und Mit-arbeiten im Missionshaus Neuenbeken. Hier gibt es auch wieder die Bilder dazu und ein Erfahrungsbericht von Elena C. Paniagua Türich:
    "Die Mitlebezeit war für mich der krönende Abschluss der gesamten Vorbereitungszeit. Ohne die 4 Wochen, die ich im Missionshaus verbracht habe, hätte mir ein ganz wichtiger Teil in der Vorbereitung gefehlt, mit dem ich mich jetzt endgültig bereit fühle endlich auszureisen. Die Zeit gab mir nicht nur die einzigartige Möglichkeit einen Einblick in das Klosterleben zu gewinnen und ein Verständnis für dieses zu entwickeln, sondern hat mir außerdem durch die Tageseinteilung enorm geholfen, zu mir selbst zu finden und mir nach dem Abistress nochmal Gedanken machen zu können, warum ich MaZ machen will. Mein Glaube ist mir auf eine ganz neue Art und Weise begegnet, die ich so noch nicht kannte und ich reise jetzt in mein Einsatzland mit der Vorfreude, weitere intensive Erlebnisse mit dem Glauben zu haben."

    Bilder einer  Mitlebezeit

     

    Beim Aussendungsgottesdienst nach dem MaZ-Sommerkurs brachten einige MaZlerInnen in Reimform zum Ausdruck, was MaZ eigentlich ausmacht. Hier der Text:

    Liebe Schwestern,
    Ihnen ist vielleicht aufgefallen
    junge MaZler streifen durch Ihre Hallen.
    Doch wer wohnt da in Ihrem Haus? –
    was macht uns MaZler wirklich aus?

    Was uns ausmacht ist hinterfragende Kritik.
    Oder ist es die schöne Musik?
    Aber schaun wir der Wahrheit ins Auge –
    was uns verbindet, ist der Glaube.

    Gemeinsame Freude scheint uns zu heilen
    da wir in Herzlichkeit so vieles teilen.
    Ist es diese Art Vertrauen
    oder gemeinsam in die Zukunft schauen?!?

    Fest steht: es sind tolle Leute
    vom Norden, Süden und von Reute.
    Jeder mit seiner Persönlichkeit,
    mit Vielfalt und mit Offenheit.

    Wir sind gesprächsfreudig, auch, wenn etwas bedrückt
    und in gesundem Maß etwas verrückt.
    Nicht zuletzt beim Seminar in diesem Orden
    sind wir eine tolle Gemeinschaft geworden,
    in der –egal, ob Frau, ob Mann–
    sich jeder kreativ mit einbringen kann.

    In der man optimistisch ist, auch wenn einem etwas stinkt,
    und in der jeder seinen Einsatz bringt –
    und das oft hemmungslos spontan,
    wir blicken auf unsre zukünftige Lebensbahn;

    und obwohl jeder in eine andere Richtung schaut,
    hat sich eine tolle Freundschaft aufgebaut.
    Die Hoffnung der Aufklärung beginnt zu schwinden –
    zu vieles scheint uns zu verbinden.

    Doch es sind die Werte, die es zu finden galt:
    was uns verbindet … ist mehr als Zusammenhalt!


    Kontakt:
    Sr. Angelika Hellbach
    Missionshaus Neuenbeken
    Alte Amtsstr. 64
    33100 Paderborn
    05252/9650-211
    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    Ein weiterer Bericht über die MaZ-Mitlebezeit im Missionshaus Neuenbeken

    Sechs junge Frauen haben für jeweils 3 Wochen in unserer Gemeinschaft im Missionshaus Neuenbeken mitgelebt, mitgebetet und mitgearbeitet… zur Vorbereitung auf ihren Einsatz als Missionarin auf Zeit. Sie haben sich sehr schnell in unserer Gemeinschaft eingelebt und waren bald ein Teil von uns. Ganz selbstverständlich haben sie mit uns gebetet, die Liturgie durch Musik oder als Ministranten und Lektoren bereichert und im Garten jede Menge an Johannisbeeren gepflückt. Auch das Einsammeln von Kartoffelkäfern und viele kleine Dienste in Haus und Garten gehörten dazu. Ganz besonders haben wir uns über die musikalischen Beiträge gefreut; Elli hatte ihr Cello dabei und gab uns – auch während des Gottesdienstes - einige Kostproben ihres Könnens, Steffi begleitete sie im Refektor am Klavier.
    Diese Mitlebezeit ist vor der Ausreise so wichtig, um das Leben in einer Ordensgemeinschaft kennenzulernen, denn in Kenia, Tansania oder Ghana werden die jungen Frauen 1 Jahr lang in einer Ordensgemeinschaft mit leben und dort die Schwestern in ihrer Arbeit unterstützen. An vielen Stellen in Afrika sind unsere MaZler und MaZlerinnen längst gern gesehene Helfer und Helferinnen. Sie kommen nicht als Touristen oder Abenteurer, sondern wollen in ihrem MaZ- Jahr ein Teil der Gemeinschaft sein, auch ein Teil der Menschen, für die sie sich in diesem MaZ- Jahr einsetzen. Hier in ihrer Mitlebezeit haben sie durch ihren Frohsinn und ihre Offenheit gezeigt, dass sie sich sehr wohl gut in eine neue Situation einfügen können – und dass sie bereit sind, neue Wege zu wagen. Danke für die schönen Wochen mit euch!!!

    Sr. Angelika Hellbach, cps